Rund
50.000 Kinder und Jugendliche leiden in Deutschland an Rheuma.
Rheuma ist somit nach Allergien/Asthma und Diabetes die dritthäufigste
chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter. Die akute Rheumaform
kommt etwa zehnmal häufiger vor als die chronischen Verläufe.
Bei beiden Rheumarten stehen Gelenkleiden im Vordergrund, weshalb
Rheuma auch Arthritis genannt wird. Bei der akuten Arthritis
nehmen die Gelenke keinen dauerhaften Schaden, bei der chronischen
Arthritis besteht diese Gefahr schon.
Die
häufigste chronische Rheumaerkrankung im Kindesalter heißt juvenile
chronische Arthritis
(JCA). Wissenschaftler wissen noch wenig über die Ursachen
für JCA. Vermutlich spielen die Gene eine Rolle. Auslöser ist
aber
meist eine Infektion. Normalerweise wehrt das Imunsystem fremde
Viren und Bakterien ab. Wenn es dabei zu einem Fehler kommt,
kann sich die Abwehr auch gegen den eigenen Körper richten.
So greift das Immunsystem bei Rheuma die Gelenkinnenhaut an.
Dadurch
entstehen dort Entzündungen.
Dauert
die Entzündung lange an, schädigt das auch Knorpel, Knochen, Sehnen und Bänder. Gegen die
Ursache des Rheumas gibt es bis heute keine Therapie, aber
immerhin eine große Auswahl wirksamer Medikamente. Weil Rheuma
sehr schmerzhaft
ist und langfristig zerstörerisch wirkt, brauchen die meisten
Betroffenen eine medikamentöse Behandlung. Dadurch sollen die
Schmerzen und der Entzündungsprozess zur Ruhe gebracht werden.
Eine engmaschige Betreuung durch einen Kinderarzt oder Kinderrheumatologen
ist für betroffene Kinder unerlässlich.